Rechtsanwalt Thier zitiert in Creditreform Artikel

Die Deutschen lieben Elch und Rentier“, sagt Tim Schulz. Die Geschmacksrichtung Hirsch hat der Gründer auch im Sortiment. Schulz kommt aus Prohn bei Stralsund. Sein Unternehmen hat der 28-Jährige aber auf der anderen Seite der Ostsee gegründet, in Schweden. Renjer stellt Streifen aus Trockenfleisch her, bewirbt diese als nachhaltige Protein-Snacks. Vor allem Touristen sollen sie schmecken.

Schulz ist Gründer aus Überzeugung. Sein Job als Finanzbeamter in der Heimat war ihm keine Erfüllung. Im südschwedischen Lund, 20 Kilometer von Malmö entfernt, schrieb er sich daher 2016 für den Masterstudiengang „Entrepreneurship and Innovation“ ein. Hier lernte er den Österreicher Alex und den Finnen Anton kennen.

Die Gründeridee wurde dem internationalen Trio von Schulz’ Vater serviert, der früher eine deutsche Bäckerei in Nordschweden betrieb – und leidenschaftlich gerne Jerky knabberte, wie das Trockenfleisch genannt wird. Die Mitstreiter hoben den Daumen, 2017 war Renjer geboren.

Renjer ist eine Aktiebolag (AB). Die Rechtsform ist vergleichbar mit der deutschen GmbH. Mit einem wichtigen Unterschied: Mehr als 50.000 schwedische Kronen Stammkapital müssen Gründer nicht aufbringen. Umgerechnet entspricht das momentan knapp 4.700 Euro. Jeder der drei Gründer zweigte also gut 1.500 Euro von seinen Ersparnissen ab – selbst für Studenten machbar. Für die Gründung einer deutschen GmbH hätten die drei insgesamt 25.000 Euro Stammkapital einbringen müssen.

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